
Auch die häufigen Präsidentenwechsel in dieser Zeit spiegeln die-se Verhältnisse wieder. Ab 1921 ging mit Dr. Gramann als Präsi-dent die Entwicklung dann kontinuierlicher weiter, beschleunigt in den 60er Jahren, um 1969 dann aber abzuklingen. Dieser Zeitpunkt signalisiert das Auftauchen der Münzensammler; die Marken-spekulation war wieder für einmal vorbei.
Waren es 1910 13 Mitglieder die dem Verein angehörten, wuchs ihre Zahl bis 1919 auf 42. Bis 1939 pendelten die Mitgliederzahlen steht's zwischen 40 und 50. Bei Kriegsende steigerte sie sich auf 80 Sammler. 1950 war die reine Männergesellschaft der Philatelia zu Ende, es wurde erstmals eine Frau als Mitglied aufgenommen. Doch zwei Jahre später heiratete sie und trat aus. Ob wohl ein Philatelist der "Grund" gewesen ist?Bis zum Beginn der "goldenen 60er Jahre" zählte der Verein noch immer 80 Mitglieder, dann aber stiegen die Zahlen rasch an, so das 1968 die Mitgliederzahl 217 betrug. Bis zum Jubiläumsjahr 1981, zum 75 jährigen Jubiläum des Ver-eins, konnte der Bestand auf diesem hohem Niveau gehalten werden. Seit dem Anfang der 90er Jahre des letzten Jahr-hunderts, sind die Zahlen trotz aller Anstrengungen fallend und bewegen sich zur Zeit in Richtung 170 Mitglieder. Zu die-sem Mitgliederschwund tragen Austritte den kleinsten Teil bei. Es ist vor allem die Altersstruktur des Vereins, mit den vielen Todesfällen, und die Ausschlüsse wegen Nichtbezahlens des Mitgliederbeitrages, die den Schwund verursachen. Obwohl heute nicht mehr so scharf vorgegangen wird, wie 1914, als gegen ein Mitglied Betreibung und Arrestbefehl eingereicht wurde.

In den Krisen der 20er und 30er Jahren wurden guten Mitgliedern die Jahresbeiträge erlassen. Ebenso erhielten während der Grenz-besetzung 1939-1945 die Wehrmänner die Beiträge ausgesetzt.
In der Anfangszeit wurden neue Mitglieder nur bei deren Anwesen-heit aufgenommen. Ab 1935 mussten dann die Kandidaten während der Abstimmung vor die Türe treten Nebst einer Eintrittsgebühr musste auch beim Austritt ein Entgelt gezahlt werden. Bussen für unentschuldigte Absenzen wurden ebenfalls erhoben. Alle diese Relikte aus der "guten alten Zeit" sind nach und nach abgeschafft worden.. Heute wird anlässlich einer Monatsversammlung über einen Einstrittsantrag abgestimmt und das Abstimmungsergebnis dem Antragsteller mitgeteilt.|
Die
Präsidenten
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| - | 1917 | P. Huber | |
| 1917 | - | 1919 | E. Weyermuth |
| 1919 | J. d'Agostini | ||
| 1919 | - | 1920 | E. Krumm |
| 1920 | - | 1921 | H. Lüthy |
| 1921 | - | 1936 | Dr. A Gramann |
| 1937 | - | 1947 | H. Wartenweiler |
| 1947 | - | 1970 | H. Stahel |
| 1970 | - | 1971 | W. Seger |
| 1971 | - | 1973 | Dr. G. Styger |
| 1973 | - | 1982 | F. Bärtsch |
| 1982 | - | 1996 | M. Guler |
| 1996 | - | 2000 | T. Gut |
| 2000 | - | 2006 | H.P. Bürki |
| 2006 | - | R. Wightman | |
Die noch vorhandenen Aufzeichnunger gehen bis ins Jahr 1910 zurück. Leider sind uns der oder die Präsidenten vor P. Huber nicht überliefert. P. Huber trat im Jahre 1912 der Philatelia bei, seine Präsidialzeit lässt sich nicht mehr feststellen. Den späteren Nachfolgern d'Agostini und Krumm ist gemeinsam, dass sie sich beide wohl hatten als Präsident wählen lassen, aber nie an einer Versammlung teilnahmen. Ein grosser Glücksfall für die Philatelia war 1921 die Wahl Dr. Gramanns zum Präsidenten. Ihm ist es wohl zu verdanken, dass der Verein sich festigen konnte. Aus Zürich stammend, in Elgg als Sekundarlehrer tätig, kam er 1920 als Fachlehrer zur Werkschule Sulzer und trat gleichzeitig dem Verein bei. Die Weihnachstfeier, die Aufnahme in den Ver-band und die grossen Börsen sind Schöpfungen die auf Dr. Gramann zurückgehen. Seine Art und seine Qualitäten haben ihm sehr viele Sympatien eingebracht, und die Vereinschronik berichtet bei seinem Tod: "Wir haben einen Vater verloren". H. War-tenweiler musste seinem grossen Vorgänger gerecht werden und während den Kriegsjahren das Vereinssteuer mit fester Hand führen. 10 Jahre blieb er im Amt und starb 1976 als Ehrenpräsident. H. Stahel ist als Präsident mit der längsten Amtszeit in die Vereinsgeschichte eingegangen. 1930 dem Verein beigetreten, wurde er 1947 Präsident und blieb dann während vollen 23 Jahren im Amt. 1970 verstarb H. Stahel 72 jährig, nachdem er im gleichen Jahr sein Mandat niedergelegt hatte und zum
Ehrenpräsidenten ernannt worden war. Kurze Versammlungen waren typisch für Präsident Stahel; sie dauerten meist nur 30 Minuten, damit man mehr Zeit für Tausch und Geselligkeit hatte. W.Seger war als Präsdent nur eine kurze Amtszeit beschieden. Der verheissungsvolle Anfang einer neuen Ära unter seiner Führung wurde nach einem Jahr jäh unter-brochen. Als Souschef am Bahnhof Winterthur wurde er 1971 das Opfer eines Betriebsunfalles. Dr.G. Styger ist als Vizepräsident in die Fussstapfen von W. Seger getreten. Seine berufliche Tätikeit erlaubte es Ihm jedoch nicht, dieses Amt weiterzuführen. Schon bei Amtsantritt hat er sich um eienen Nachfolger bemüht. F. Bärtsch wurde zum Vizepräsi-denten gewählt und übernahm 1973 das Amt des Präsidenten. In der 10 jährigen Amtszeit von F. Bärtsch gewann die Philatelia, in Verbandskreisen bedeutend an Ansehen. Ein Zeichen seiner Bemühungen war die Zusage zur Ausrichtung der WIBRA 81, einer Stufe III - Ausstellung, in der Eulachhalle in Winterthur. Nachdem F. Bärtsch 1982 das Präsidenten-amt an M. Guler übergeben hatte, bekleidete er Ämter in verschiedensten Gremien der Philatelie. Der neue Präsident knüpfte natlos an die Bemühungen seines Vorgängers an. Sein Angagement in der Jugendphilatelie hatte Ihm bereits Kontakte zu den verschidensten Gremien verschafft. 1993 war, mit der Ausrichtung der Trilateralen Ausstellung WIBRA 93 der Höhepunkt der bisherigen Vereinsgeschichte erreicht. Als 1996 M. Guler seinen Stuhl an T. Gut weitergab, trat dieser ein schweres Amt an, zumal er in seiner Bäckerei schon stark gefordert wurde. Es zeigte sich nach kurzer Zeit das die Belastungen nicht ohne Verschleisserscheinungen zu bewältigen waren. 2000 trat T. Gut von seinem Amt als Präsident zurück und als Nachfolger wurde H.P. Bürki gewählt. Auf die GV 2006 erklährte H.P. Bürki seinen Rücktritt als Vereinspräsident. Sein Amt als OK Präsident der Jubiläumsfeier zum 100jährigen bestehen des Verein behielt er bei. Am Samtagabend dem 30.September 2006 feierte der Verein mit geladenen Gästen und Mitgliedern des Partnerveins Société philatélique de Sion seinen 100ten Gebürtstag. Nachdem, der im Frühjahr neu gewählte Präsiden, R. Wigthman alle Gäste begrüsste hatte, führte der M. Guler als Tafelmayor durch den Abend. Die Grüsse des Verbandes überbrachte Zentralpräsident P. Godat. Zum Abschluss des Abends erhielt jedes Mitglied ein Sackmesser mit Lupe der Marke Viktor Inox als Erinnerungsgeschenk.
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